Orient Expression überzeugt das Mülheimer Publikum
von Erol Gülsen
Ganz verdutzt gucken gestern einige Neuankömmlinge auf die leere Drehscheibe, wo ursprünglich auch das Open Air Konzert stattfinden sollte – wurde das Konzert etwa abgesagt ? Nein, wegen ungünstigen meteorologischen Voraussetzungen wurde das Konzert in den Innenraum des Ringlockschuppens verlegt.
Viele Gäste haben sich bereits im Foyer des Ringlockschuppens versammelt, draußen regnet es inzwischen gewaltig. Das Publikum ist bunt gemischt und sehr erwartungsfroh, aber die Anzahl der türkischen stämmigen Gästen ist gering, dafür gibt es um so mehr deutsche Orient Expressions- und Istanbulfans. Viele kennen Orient Expressions erst seit dem Film von Fatih Akin „Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul“.
Kurz vor 20 Uhr also bewegt sich dann ein Großteil des Publikums ins etwas dunkle und kleine Konzertsaal. Das Istanbuler Trio Can Utkan alias DJ Yakuza, Cem Yildiz und der Briten Richard Hamer greiffen zu ihren Instrumenten und Punkt 20 Uhr beginnt dann das Konzert. Als erstes bekommt man das Lied Istanbul a. m. 1:26 zu hören - Gänsehaut Istanbul Feeling im Ruhrpott, ein Genuß und eine Innere Sehnsucht nach Istanbul ist in der Luft. Nach diesem Lied kommt eine kleine Sängerin mit großartigen Stimme, Adile auf die Bühne und begleitet die Orient Expressions. Im weiteren Verlauf des Konzerts gab es viel Traditionelles zu hören mal melancholisches, mal ein heiteres Lied das einen zum tanzen verleitete. Im großen und ganzen war dieses Konzert ein toller Erfolg für die Orient Expressions und der Stadt Mülheim, die nun endlich auch mal bekannte Musiker in die Stadt holt.